Auf zur Rinnerhütte!

October 28, 2018

Der Weg zur Rinnerhütte im Toten Gebirge gilt als eine der schönsten Wanderungen im Salzkammergut. Zu Recht! Denn die Landschaft ist wirklich atemberaubend, wie Ihr gleich sehen werdet...

 

Tourdaten:

Start- und Endpunkt: Parkplatz Offensee (650 m)

höchster Punkt: Rinnerboden (1.579 m)

Höhengewinn: 998 m

Höhenverlust: 998 m

Weglänge: 13,9 km

Wanderweg: Nr. 212

reine Gehzeit: 5-6 Std.

Ausgangspunkt ist der große Wanderparkplatz am Offensee.

Der Offensee, eingebettet in einen Talschluss des Toten Gebirges, ist von außerordentlicher Schönheit und für sich bereits einen Besuch wert.

 

 

Direkt am Ufer folgt man der breiten Forststraße bis zur ersten Abzweigung. Hier haben wir uns entschieden, noch ein Stück dem wunderschönen Uferweg zu folgen, und erst nach dem Badeplatz auf den Weg Nr. 212 zur Rinnerhütte abzubiegen.

 

 

Auf der eben verlaufenden Forststraße wandert man für eineinhalb Kilometer in südlicher Richtung dem Talschluss entgegen, wo die mächtigen Felswände zunächst keinen Weg vermuten lassen.
Der markierte Weg zweigt schließlich nach rechts in den Wald ab, führt über eine Brücke über den Rinnerbach und direkt auf eine Felswand zu.

 

Nun wird es abrupt steil: Auf den nächsten 2,7 Kilometern bis zur Hütte sind 800 Höhenmeter zu überwinden, was (nach meinen bescheidenen Mathematikkenntnissen) einer durchschnittlichen Steigung von 31% entspricht.
Über zahlreiche Stufen führt der Weg durch die Felswand hindurch, ohne jemals wirklich ausgesetzt zu sein. Rasch gewinnt man an Höhe und schon bald eröffnen sich erste beeindruckende Ausblicke.

 

 

Der weitere Weg gestaltet sich sehr abwechslungsreich aber durchaus schweißtreibend. Da ist es gut, dass man sich fast ausschließlich in einem Nordhang befindet, dadurch sind auch im Sommer die Temperaturen erträglich. Zu späterer Jahreszeit - unsere Tour fand Mitte Oktober statt - kann es aber aus dem selben Grund durchaus schon recht kühl sein.

 

Alleine ist man hier praktisch nie unterwegs. Zu bekannt und beliebt ist diese Tour. Wer gerne auf der Rinnerhütte übernachten möchte, um z.B. am nächsten Tag den Rinnerkogel zu erklimmen, oder das Tote Gebirge zu durchschreiten, sollte sich deshalb früh genug einen Schlafplatz reservieren. Allerdings muss man sich dafür bis nächstes Jahr gedulden, denn für diese Saison ist die Hütte bereits geschlossen. Mehr zur Hütte findet Ihr unter www.wander-bar.at/die-basis/

An der Rinnerhütte (1.473 m) angekommen, machte sich der Föhn, der in dieser Höhe natürlich alles andere als heiße Luft war, sehr unangenehm bemerkbar. Drei Schichten Kleidung machten es zwar erträglich, aber bei weitem noch nicht komfortabel. Hinzu kommt, dass die Hütte, unterhalb des Rinnerkogels in einem idyllischen Lärchenwald gelegen, um diese Jahreszeit ab Mittag keine Sonne mehr abbekommt.

 

Nach kurzer Stärkung brachen wir daher auf, um doch noch ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen. Weiter hinten im Rinnerboden war die Landschaft noch sonnengeflutet, allerdings schloss sich auch hier das Zeitfenster zusehends. Der idyllische Wildensee lag bereits im Schatten, so dass wir die letzten Sonnestrahlen am Sattel des Rinnerbodens (1.579 m), oberhalb des Sees, genossen.

Wenn man schon mal da ist, wäre der Wildensee normalerweise das lohnende Ziel der Tour. Doch wir mussten nun zeitlich gut kalkulieren um nicht in die Dunkelheit zu geraten.

 

Deshalb ging es ohne Unterbrechung, vorbei wieder an der Rinnerhütte, den selben Weg zurück ins Tal.

 

Das Timing war perfekt: Die letzten Höhenmeter legten wir in der Dämmerung zurück.

 

Unten angekommen, führte uns das sich klar in der Dunkelheit abzeichnende helle Band der Forststraße sicher zurück zum Parkplatz. Erst auf den letzten Metern kam die Stirnlampe zum Einsatz, um das Auto wieder zu finden.

 

Fazit:

Eine absolut empfehlenswerte Tour durch eine traumhaft schöne und abwechslungsreiche Landschaft.

Alle Fotos der Tour: